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Frau und Schwein

Das Logo der Hausfrauenrevolution ist ein Schwein. "Weil es im Englischen den Ausdruck gibt: "If pigs could fly" - Unmögliches möglich machen, und weil es so viele Gemeinsamkeiten von Hausfrau und Schwein gibt“, erklärt Marie Theres Kroetz Relin nicht ohne Augenzwinkern:
"Das Schwein ist das älteste Haustier. In Gefangenschaft leidet es. Es ist hoch intelligent und gleichzeitig unterschätzt. Es ist sehr reinlich, aber gezwungen, im Saustall zu leben. In manchen Kulturen ist es eine Muttergöttin, in anderen gilt es als unrein. So wie es ja auch für viel Positives stehen kann, wie in Glücksschwein, Sparschwein oder Schwein gehabt. Aber es kann eben auch ein Schimpfwort sein."
Angesichts so vieler Parallelen fühlen sich die revoltierenden Hausfrauen mit ihrem in gemeinsamer Suche gefundenen Logo natürlich vor allem eins: sauwohl.
Petra Grond


Lisa Fitz - Die Sau raus lassen

HFR-Schweinereien - Texte rund um´s Schwein


Gudrun Schilken

Schwein gehabt?

Schweine sind zutrauliche, nette Haustiere. Sie sind gutmütig, es sei denn man reizt sie. Sie quieken bei Streß. Werden sie nicht artgerecht gehalten, entstehen neben Streß Aggressionen. Da Schweine sozial lebende Tiere sind, brauchen sie sowohl Kontakt zu ihren Artgenossen als auch Rückzugsmöglichkeiten! Aber beides wird ihnen nicht immer gewährt. Das ist saumäßig schlecht.
Sie haben eine schöne rosa Haut - allerdings mit Borsten! Sie sind Allesfresser und mit wenig zufrieden. Das finden viele saugut!
Aber es gibt auch Trüffelschweine, die sind anspruchsvoller. Sie werden an der Leine durch den Wald geführt und finden Köstlichkeiten - die ihnen aber sofort weggenommen werden. "Stille Schweine wühlen die größten Wurzeln aus!"
Und dann gibt es noch die Hängebauchschweine. Niedliche Schweine, die in Künstlerkreisen gern als Haustier verwöhnt werden!
"Aber wer die Schweine hüten will, sollte zu grunzen verstehen."
Ein Schwein bringt Glück! Deshalb hat man es gern in der Nähe. Es frißt ja auch alle Reste auf. Dann hat man "echt Schwein gehabt".
Gebärfreudig ist die Sau auch noch. " Jede Sau nennt ihre Ferkel schön". Nur mit ihrer Mutterliebe ist es schwierig, manchmal erdrückt sie ihre Ferkel. Saudumm ist das.
Auf jeden Fall aber "lernen die Ferkel das Grunzen von der Sau".
Der Eber hat mit der Sache nichts weiter zu tun. Die Aufzucht der Ferkel ist allein Sache der Sau. Sie wird schön fett und dann wird die "Sau geschlacht". Das ist dann ein Fest, bei dem die "Sau rausgelassen wird" - wieso eigentlich nicht der Eber? Eben.

Bei den Juden und Muslimen gilt das Schwein als unrein.  Warum? Und was machen die mit den armen Schweinen nur? Lassen sie sie einfach ungestört ihr Leben genießen oder schlachten die sie am Ende auch? Und dann schmeißen sie die in den Müll oder was?
In der Symbolik steht das Mutterschwein für Fruchtbarkeit und Glück. Ja, ja ein fruchtbares Schwein ist ein glückliches Schwein. Oder ist ein glückliches Schwein fruchtbar oder was? Da muß erst der Schweinepriester kommen.
In der Antike waren die Schweine beliebte Opfertiere. Der Eber stand für Kraft und Kampfesmut. Wieso dann "saustark"?! Auf der anderen Seite ist das Schwein ein Sinnbild von Verrohung und Unreinheit. Es ist gefräßig, wühlt mit der Schnauze im Schmutz und suhlt sich im Schlamm. Saumäßig! Aber eigentlich kann dieser Dreck nur für den Eber gelten, die Sau ist schließlich sau-ber.
Die Chinesen sind mal wieder schlauer als alle anderen. Die haben das Schwein richtig erkannt. Im chinesischen Horoskop heißt es, daß das Schwein im Zeichen der Ehrlichkeit geboren sei.  Es sei freundlich und verständnisvoll und hasse jede Form von Mißklang und Unstimmigkeit. Es täte alles, um zerstrittene Parteien wieder zu vereinen. Es sei ein hervorragender Gesprächspartner. Es neige nicht dazu, jemandem etwas nachzutragen oder böse zu sein. Das Schwein sei sehr beliebt.
Es genösse die Gesellschaft anderer Menschen und nähme gern an gemeinschaftlichen Unternehmungen teil. Am glücklichsten sei es, wenn es anderen helfen könne.
Leider gäbe es Menschen, die die Gutmütigkeit und Großzügigkeit des Schweines ausnützen würden.
Auffällig sei, daß es dem Schwein schwer fiele "Nein" zu sagen, obwohl es in seinem eigenen Interesse wäre. Das Schwein sei auch naiv und leichtgläubig.

Alles klar?
Hunde schaun zu uns auf, Katzen auf uns herunter, Schweine aber betrachten uns als ihresgleichen. Und ganz besonders Säue die Hausfrauen!
Wenn Säue fliegen könnten...


Sibylle Dawson
Schweinerei !

Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich, aber das geht kein Schwein was an. Ich arme Sau, wäre ich doch ein Glücksschwein, müsste nicht in dem Saustall als Dreckschwein leben, könnte sauguten Schweinebraten essen. Ich glaube mein Schwein pfeift, hat doch jede dumme Sau mehr Glück als ich. Die Wildsau ist neulich wie eine gesenkte Sau davongefahren, ich im Scheinsgalopp hinterher. Leider war das blöde Schwein saugut, ich fette Sau war zu langsam. Nur gut dass ich keine solchen Schweinsäuglein habe, sonst könnte ich die Sauklaue auch nicht lesen, aber das alte Schwein war einfach saudumm und konnte ihre eigenen Ferkeleien nicht sehen. Ich bin halt ein Sparschwein und für schweinereien nicht zu haben, auch wenn sie noch so saugeil sind. Bloss wer möchte schon so dreckig wie ein Schwein sein und den ganzen Saukram machen?



Gudrun
Die Haus-sau

Sie hält alles sau-ber, weil sie ist fürs Sau-bermachen zuständig. Herr Sau-bermann legt Wert darauf. Sau-blöd ist das.
Manchmal schließen mehrere Säue sich zusammen zu Säu-berungsaktionen. Da lassen sie dann manchmal die Sau raus.
Ansonsten kochen sie Sau-ce und Sau-erbraten mit Sau-erbohnen. Das ist dann sau-gut. Obwohl die Küche sau-mäßig aussieht. Aber die
Sau ist Dreck gewöhnt und wird deshalb nicht sau-er. Aber sie träumt oft von Sau-di-Arabien und von weniger Sau-ereien. Verträumt rührt sie
im Sau-erkraut und stopft sich Sau-erkirschen in den Mund. Nicht selten schreit dann das Baby nach dem Sau-ger und die
Familie schimpft über den Sau-fraß.
Macht nichts, dann nimmt sie die Sau-erstoffflasche aus dem Sau-erstoffgerät und stülpt sich die Sau-erstoffmaske übers Gesicht.
Aber der Sau-gnapf läßt sich nur noch sau-grob entfernen, weil er so eine große Sau-gwirkung hat und nun steht sie mit der Sau-erstoffmaske vor der
Schale mit dem selbstgepflückten Sau-erampfer. Was tun? Keiner von ihrem Sau-haufen ist da, um zu helfen. Der Sau-fbold ist beim Sau-fgelage.
Ihr ist es sau-kalt und der Sau-magen muß noch gekocht werden.
Mit Sau-erstoffmaske? Sie verläßt den Sau-stall bei Sau-wetter . Weil sie solch eine Sau-wut hatte, löst sich der Sau-gnapf der Sau-erstoffmaske
und sie sau-st in die Sau-na. Dort macht sie eine Sau-se mit den Sau-nisten. Glücklich nagt sie an einer Sau-ergurke und fühlt sich endlich sau-wohl!  

Sau-gut geht es jetzt der Gudrun aus dem Sau-erland

noch mehr Schweinereien unter http://www.rund-ums-schwein.de