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Helga Braun

Zwischen Weihnachten und Neujahr


Wie herrlich, fast eine Woche frei
mal ohne das ewige Einerlei
da machen wir es uns aber gemütlich
das wird eine Zeit, ganz prächtig und friedlich


Am Heiligen Abend es schon begann
die Jüngste zündete Kerzen an
klammheimlich in ihrem Kinderzimmer
die Feuerwehr war gottlob pünktlich wie immer
es roch nach verbranntem Kunststoff im Haus
und außerdem sah alles fürchterlich aus
wir ließen uns jedoch das Fest nicht verdrießen
wir wollten schließlich den Urlaub genießen


Am ersten Feiertag kam Tante Emma
und brachte uns in ein neues Dilemma
sie fand unsere Rangen taktlos und bös
uns Eltern nannte sie äußerst nervös
sie wollte volle zwei Tage bleiben
um sich mit uns die Zeit zu vertreiben
erst als viele Freunde der Kinder erschienen
verschwand sie schnell mit verbitterten Mienen


Dafür hörten wir alsbald die Freunde tollen
mein Mann begann schließlich ernsthaft zu grollen
was solle das blöde Affentheater
er sei doch auch Mensch und nicht nur ein Vater
flugs schickten wir alle auf einmal fort
und hatten für uns den ruhigen Ort
da hörten wir draußen ein furchtbares Knallen
schier wollten die Wände zusammenfallen
Sylvester wurde laut angekündigt
Verkäufer hatten mal wieder gesündigt


Der Große musste dann fix hin zur Klinik
er hatte noch Knallzeug vom Vorjahre übrig
es war ihm ein Knallfrosch ins Auge gekommen
mir selber war nun ziemlich beklommen
mein Mann aber meinte, fasse nur Mut
ab jetzt wird sich endlich ausgeruht


Ich könnte Ihnen Geschichten erzählen
ich will Sie nicht allzu detailliert quälen
beim Ringkampf der Kinder gab es noch Heulen
beim Parken des Autos ein paar teure Beulen
die Heizung streikte, der Fernseher auch
mein Mann hatte plötzlich Schmerzen im Bauch
ein Zahn stak im Kuchen, die Gans, sie blieb hart
uns wurde wirklich fast gar nichts erspart


und trotzdem sagten alle ganz heiter
ach, ginge die Freizeit bloß immer weiter
es geht doch nichts über festliche Tage
wie verlief denn bei Ihnen die Hausfrauenplage?




alle Rechte bei der Autorin




Glühpunsch - für Kinder und Erwachsene

½ Flasche Holundersaft
½ Flasche Apfel- oder roter Trauben- oder schwarzer Johannisbeersaft (austauschbar gegen viele Obstsäfte)
Saft einer halben oder ganzen Zitrone
ein Stück Schale einer ungespritzten Zitrone
etwas ungespritzte Orangenschale verfeinert den Geschmack zusätzlich
fertiges Glühweingewürz
zusammen (wahlweise mit etwas Wasser) in einem Topf erhitzen, nicht kochen, aber ca. 10 Minuten ziehen lassen
man kann auch 5 Teile Wasser und 5 Teile Saft nehmen

das Gewürz wirkt noch intensiver, wenn man es zuvor zusammen mit den Schalen in etwas Wasser aufkocht

nach Bedürfnis 1- 2 Teelöffel Honig, ersatzweise Birnendicksaft oder ½ bis 1 Teelöffel Agavendicksaft in die nicht mehr ganz heiße Mischung rühren

das Getränk schmeckt Jung und Alt, ist bekömmlich, hilft gegen Erkältung, stärkt die Abwehrkräfte und vermittelt ein angenehmes Wärmegefühl. Am gesündesten ist es mit Zutaten aus dem Bio- oder Naturkostladen oder aus der Selbstversorgung.

Unbehandelte Orangen und Zitronen sind bei der Zubereitung von heißem Punsch- und Glühweingetränken sehr wichtig. Im allgemeinen werden die Schalen von Zitrusfrüchten mit verschiedenen chemischen Stoffen behandelt, die vor Schimmelbildung schützen. Diese Stoffe sind nicht zum Verzehr geeignet!

Erwachsene fügen für sich gern ein Gläschen Rotwein in das Gemisch. Die Kinder aber schlürfen selig ihren "Glühwein" ohne Alkohol zusammen mit den "Großen". Das Gemeinschaftsgefühl ist wieder mal perfekt.

Einen Glühpunsch kann man jederzeit trinken, nach dem Spaziergang, dem Eislauf oder Schlittenfahren, als Zwischenfrühstück, aber auch am Abend. Vor allem im Winter ist er beliebt.